Bärbel Dieckmann

Bildhauer / Künstler
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Der stürzende Ikarus empfängt uns. Der aus Übermut – Über-Mut – der Sonne zu nahe kam und in den Tod stürzte. Symbol für Aufbruch und menschliche Neugier, Unbekanntes zu ergründen.

Die Bewegung des Stürzens widerspricht eigentlich der klassischen plastischen Form. Denn Stürzen ist statisch nicht fassbar. Der Trick, diesen Ikarus frei von der Decke hängen zu lassen, öffnet einen verblüffenden Zugang zur Kunst von Bärbel Dieckmann. Denn er vereint gewissermaßen alles, was dieser Künstlerin wichtig und nahe ist. Es geht ihr um den Menschen, den menschlichen Körper, sein Geworfensein in die Zeit, sein Streben, sein Leiden, seine Schönheiten, seine Verletzungen, seine Vollkommenheit.


Ihr oft variiertes Minotaurus-Motiv gibt ihr den Anlass, ethische und psychische Grundmuster mit ihren Mitteln der Kunst aufzurufen. Bärbel Dieckmann sagte in einem Gespräch dazu: „Mythen sind für mich ambivalent. Der Tod des Minotaurus ist zwar traurig, aber seine Sexualität hat etwas Lebensbejahendes, Positives….“ Und an anderer Stelle: „Insgesamt passt Mythos gerade sehr gut zu meiner Arbeit. Was dabei entsteht, wird immer eine Aura des Geheimnisvollen umgeben, weil es frei erfunden ist, von wem auch immer.“

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Über die Künsterlin

Bärbel Dieckmann wurde 1961 in Bielefeld geboren und ist eine deutsche Künstlerin und Bildhauerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie verwendet für ihre Werke bevorzugt die Materialien Gips, Terrakotta, Bronze, Stein und Beton.

Sie studierte an der Fachhochschule Bielefeld und war Assistentin von Richard Heß. Im Jahr 1992 wurde Sie mit dem Preis „Premio del Ministro die Frati Francescani“ am Biennale Internazionale del Bronzetto Dantesco in Ravenna ausgezeichnet. Im Jahr 1994 folgte der Förderpreis der Darmstädter Sezession für junge Künstler.

Sie ist Mitglied der Darmstädter Sezession und des Künstlersonderbundes in Deutschland.